Spiegelungen vermeiden – störende Reflexe erkennen
Weihnachtsdekoration besteht häufig aus Glas, glänzendem Metall oder spiegelnden Oberflächen. Genau dort tauchen schnell Reflexionen auf, die beim Fotografieren zunächst kaum auffallen.
Achten Sie deshalb nicht nur auf Ihr Motiv, sondern auch auf den Hintergrund und reflektierende Flächen.
So reduzieren Sie störende Spiegelungen:
- Verändern Sie Ihren Aufnahmewinkel leicht.
- Fotografieren Sie bei Fenstern eher seitlich statt frontal.
- Prüfen Sie Christbaumkugeln auf Spiegelungen von Kamera, Fotograf oder Lampen.
- Verändern Sie bei Bedarf die Position einzelner Dekoelemente.
- Schalten Sie störende Lichtquellen kurz aus oder verändern Sie deren Richtung.
Schon wenige Zentimeter Veränderung der Kameraposition können eine Spiegelung vollständig verschwinden lassen.
Tageslicht nutzen – besonders wertvoll im Winter
Auch im Winter ist Fensterlicht eine der schönsten Lichtquellen für Porträts und Detailaufnahmen.
Positionieren Sie Personen möglichst in der Nähe eines großen Fensters und lassen Sie das Licht leicht seitlich auf das Gesicht fallen. So entstehen natürliche Übergänge zwischen Licht und Schatten.
Direkte Wintersonne kann dagegen harte Schatten verursachen. Dann hilft es häufig, die Person etwas weiter vom Fenster wegzustellen oder einen hellen Vorhang als natürlichen Diffusor zu nutzen.
Eine weiße Wand, ein Stück weißer Karton oder ein Reflektor auf der gegenüberliegenden Seite kann dunkle Gesichtspartien zusätzlich aufhellen.
Weihnachtsbeleuchtung fotografieren
Kerzen, Lichterketten und beleuchtete Weihnachtsbäume gehören zu den schönsten Motiven der Weihnachtszeit.
Damit ihre Wirkung erhalten bleibt:
- schalten Sie den direkten Blitz nach Möglichkeit aus
- nutzen Sie vorhandene Lichtquellen im Raum
- achten Sie darauf, dass helle Lichter nicht vollständig ausbrennen
- positionieren Sie Personen in der Nähe einer weichen Lichtquelle
- verwenden Sie Lichterketten bewusst als Vorder- oder Hintergrund
Profi-Tipp: Richten Sie eine Lampe gegen eine helle Wand oder Decke. Das reflektierte Licht ist weich und wirkt häufig wesentlich natürlicher als eine direkt auf das Motiv gerichtete Lampe.
Die richtige Belichtung – helle Weihnachtslichter erhalten
Bei Weihnachtsmotiven treffen häufig sehr helle Lichter auf dunkle Bereiche. Die Kamera versucht, daraus eine passende Gesamtbelichtung zu berechnen.
Kontrollieren Sie deshalb nach den ersten Aufnahmen das Bild und – wenn vorhanden – das Histogramm oder die Überbelichtungswarnung Ihrer Kamera.
Besonders helle Lichterketten dürfen leuchten, sollten aber möglichst noch Zeichnung besitzen.
Sind große Bereiche zu hell, reduzieren Sie die Belichtung beispielsweise um -0,3 bis -1 EV und vergleichen Sie das Ergebnis.
Ein Histogramm muss bei einem Weihnachtsfoto übrigens nicht gleichmäßig verteilt sein. Bei einer dunklen, stimmungsvollen Szene darf ein großer Teil der Bildinformationen durchaus im dunkleren Bereich liegen.
Weißabgleich – warme Lichtstimmung erhalten
Kerzen, LED-Lichter, Glühlampen und Tageslicht besitzen unterschiedliche Farbtemperaturen. Treffen mehrere Lichtquellen aufeinander, können ungewöhnliche Farbstiche entstehen.
Der automatische Weißabgleich moderner Kameras liefert häufig bereits gute Ergebnisse. Prüfen Sie dennoch, ob die Aufnahme die tatsächliche Atmosphäre wiedergibt.
Wer mehr Kontrolle möchte, kann:
- eine feste Farbtemperatur einstellen
- eine passende Weißabgleich-Voreinstellung wählen
- oder im RAW-Format fotografieren und den Weißabgleich später anpassen
Gerade Weihnachtsfotos dürfen bewusst etwas wärmer wirken. Entscheidend ist nicht ein technisch vollkommen neutraler Weißabgleich, sondern eine glaubwürdige und angenehme Farbstimmung.
Achtung bei Mischlicht: Kühles Fensterlicht und warme Weihnachtsbeleuchtung können gleichzeitig zu sehr unterschiedlichen Hauttönen führen. Verändern Sie bei Bedarf den Standort oder reduzieren Sie eine der Lichtquellen.